Kosmetik und Körperpflege 

Friseur und Kosmetik

Fachklasse des dualen Systems

Friseurin /Friseur
 

  • Bildungsgang
  • Unterricht
  • Stundentafel
  • Abschluss
  • Sonstiges

Die Ausbildung zur Friseurin/ zum Friseur ist in ein anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung (HwO). Die Ausbildung zum Friseur / zur Friseurin dauert in der Regel drei Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Ausbildungsdauer jedoch verkürzt oder auch verlängert werden.

Die Ausbildung findet an zwei Lernorten parallel statt (duale Ausbildung). Theoretische Kenntnisse werden dabei in der Berufsschule, praktische Fertigkeiten im Ausbildungsbetrieb vermittelt.

Kennzeichen und Tätigkeitsfelder der Friseurin sind die Pflege der Haare und der Haut, sie beraten und führen pflegende sowie dekorative kosmetische Behandlungen der Haut und der Fingernägel durch. Sie erkennen Veränderungen von Haar, Haut und Nägeln und beraten über Ausgleichsmaßnahmen. Sie beherrschen verschiedene Haarschneide- und Formtechniken, farbverändernde Haarbehandlungen sowie die fachgerechte Auswahl und Anwendung von Präparaten. Kreativität und Interesse am wechselvollen Spiel der Mode tragen zu fundierter, typgerechter Kundenberatung bei.

Eine Aufnahme in diesen Bildungsgang erfordert Vorlage des Ausbildungsnachweises (Ausbildungsvertrag) sowie die beglaubigte Abschrift des letzten Zeugnisses der allgemeinbildenden Schule, aus dem der erlangte Schulabschluss hervorgeht.

Ansprechpartnerin für den Bildungsgang:

Frau Winkelhues

Am Herwig-Blankertz-Berufskolleg findet die theoretische Ausbildung in der Berufsschule an einem Berufsschultag statt (Ganztagsberufsschule in der gesunden Schule ). Kernelement dieser Beschulungsform ist die Zusammenfassung des Berufsschulunterrichts zu einem ausgedehnten Berufsschultag mit 10 Unterrichtsstunden (7,5 Zeitstunden).

Innerhalb eines Schuljahres werden darüber hinaus zwei Blockwochen mit je 40 Unterrichtsstunden durchgeführt. In diesen Blockwochen werden fachtheoretische Inhalte in erster Linie durch eigenständig durchzuführende Experimente vertiefend erarbeitet.

Friseur 1Friseur 2
Abb.: Friseursauszubildende bei der experimentellen Untersuchung von Haartönungen

Der Unterricht gliedert sich in die Fächer des berufsbezogenen Lernbereiches:

  1. Salon –und Kundenmanagement
  2. Farb- und Formgebung
  3. Pflege und Gestaltung
  4. Fremdsprachliche Kommunikation
  5. Wirtschafts- und Sozialkunde

Die ersten drei Fächer gliedern sich in Lernfelder, die in der nachfolgenden Tabelle näher beschrieben sind.

 
1. Ausbildungsjahr
Lernfeld 1Lernfeld 2Lernfeld 3Lernfeld 4Lernfeld 5

60 Stunden

In Ausbildung und Beruf orientieren

40 Stunden

Kundinnen/ Kunden empfangen und betreuen

80 Stunden

Haare und Kopfhaut pflegen

80 Stunden

Frisuren empehlen

60 Stunden

Haare schneiden

2. Ausbildungsjahr
Lernfeld 6Lernfeld 7Lernfeld 8Lernfeld 9

60 Stunden

Frisuren erstellen

60 Stunden

Haare dauerhaft umformen

80 Stunden

Haare tönen

80 Stunden

Haare färben und blondieren

3. Ausbildungsjahr
Lernfeld 10Lernfeld 11Lernfeld 12Lernfeld 13

40 Stunden

Hände und Nägel pflegen und gestalten

80 Stunden

Haut dekorativ gestalten

80 Stunden

Betriebliche Prozesse mitgestalten

80 Stunden

Komplexe Friseurdienstleistungen durchführen

Die weiteren Fächer des berufsübergreifenden Lernbereiches sind:

  1. Deutsch/Kommunikation
  2. Religionslehre
  3. Sport/Gesundheitsförderung
  4. Politik/Gesellschaftslehre

Mit dem erfolgreichen Berufsschulabschluss wird zugleich ein dem Hauptschulabschluss nach Klasse 10 gleichwertiger Abschluss erworben.

Der Erwerb des mittleren Schulabschlusses (Fachoberschulreife), der Erwerb der Berechtigung zum Besuch der der gymnasialen Oberstufe und der Erwerb der Fachhochschulreife werden ermöglicht.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Der erfolgreiche Abschluss der Friseurausbildung mit dem Gesellenbrief bietet den Einstieg in zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten.

Eine Voraussetzung für den beruflichen Erfolg ist es, fachlich auf dem Laufenden zu bleiben und das eigene Fachwissen laufend zu ergänzen, zu vertiefen und an neue Entwicklungen anzupassen. Nicht nur die ständig wechselnden Haarmoden und Styling-Trends, auch neue Haarpflegetechniken und -mittel sowie neue kosmetische Produkte sind Herausforderungen, denen sich Friseure und Friseurinnen immer wieder neu stellen müssen.

Das Themenspektrum für eine fachliche Anpassungsweiterbildung ist breit und reicht von Frisiertechniken bis zu Kosmetik- und Haarpflegeprodukten.

Wer sich das Ziel gesetzt hat, beruflich voranzukommen, kann ebenso aus einer Palette an Angeboten zur Aufstiegsweiterbildung auswählen. Naheliegend ist es, die Prüfung zum Friseurmeister bzw. zur Friseurmeisterin, als Fachkaufmann/-frau  in der Handwerkswirtschaft, als Betriebsassistent/in oder als Meisterassistent/in für Kosmetik im Friseurhandwerk abzulegen.

Friseure und Friseurinnen, die eine schulische Hochschulzugangsberechtigung besitzen, können studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Bereich Maskenbildnerei oder Bühnen- und Kostümbildner/in erwerben. Unter bestimmten Voraussetzungen ist übrigens auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung ein Studium möglich.

Wer sich selbstständig machen möchte, kann z.B. einen eigenen Betrieb des Friseurhandwerks eröffnen. Hierfür ist in diesem zulassungspflichtigen Handwerk eine Eintragung in die Handwerksrolle erforderlich.

Ausbildungsvergütung

Friseur/ Friseurin ist ein anerkannter Ausbildungsberuf, für den eine monatliche Ausbildungsvergütung gezahlt wird, deren Höhe tarifvertraglich festgelegt wird.

Ausbildungskosten

Die Ausbildung im Betrieb ist kostenfrei. Allerdings können für den Berufsschulunterricht Fahrtkosten und Kosten für auswärtige Unterbringung sowie Arbeitsmaterialien entstehen.

Förderungsmöglichkeiten

Über Förderungsmöglichkeiten für Auszubildende und Lehrgangsteilnehmer/innen beispielsweise nach dem Sozialgesetzbuch III (Arbeitsförderung) informiert die Agentur für Arbeit. 

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herwig blankertz

Prof. Dr.

Herwig Blankertz

"Es geht nicht um Parteipolitik, schon gar nicht um Personenkult - beides wäre Herwig Blankertz zutiefst zuwider gewesen-, sondern darum, daß sich eine Schule ein Arbeitsprogramm setzt und dieses Arbeitsprogramm möglichst phantasievoll und kreativ mit der bildungstheoretischen Grundidee zu verknüpfen sucht, nämlich mit der Grundidee, den Jahrhunderte alten Widerspruch von Allgemein- und Berufsbildung endlich konstruktiv aufzuheben." 

(Quelle: Hilbert Meyer, In memoriam Herwig Blankertz, 05.10.91)

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